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Netzwerk im KMU: Infrastruktur, Drucker und Sicherheit
Ein stabiles Firmennetzwerk ist die Grundlage für reibungslose Arbeitsabläufe – von der E-Mail bis zum Netzwerkdrucker. Ein professionelles Netzwerk für KMU sollte skalierbar, zuverlässig, schnell und sicher sein.1
Viele Probleme im Büroalltag – etwa Druckaufträge, die auf dem falschen Gerät landen, oder Verbindungsunterbrüche – haben ihre Ursache in einer ungeplanten oder veralteten Netzwerkarchitektur. Mit einem skalierbaren Netzwerk können Sie schnell und kostengünstig zusätzliche Komponenten anschliessen, etwa Drucker oder Telefonanlagen, was besonders für rasch wachsende KMU von Vorteil ist.1
Diese Seite bündelt die wichtigsten Themen rund um das Firmennetzwerk: Architektur, Druckerverwaltung, Sicherheit und externer Support.
Netzwerkarchitektur – welche Lösung passt zum KMU?
Für die Netzwerk-Infrastruktur in Unternehmen sind hauptsächlich folgende Architekturen relevant:
- LAN (Local Area Network): Verkabeltes, örtlich begrenztes Netz – ideal für feste Arbeitsplätze.
- WLAN (Wireless Local Area Network): Drahtlose Lösung für Notebooks, Smartphones und Tablets.
- VPN (Virtual Private Network): Geschlossenes, virtuelles Netzwerk innerhalb eines öffentlichen Netzes – ermöglicht sicheren Zugriff von ausserhalb, z. B. im Homeoffice.1Nebst der Netzwerk-Architektur beeinflussen insbesondere die Anzahl Arbeitsplätze, die Anzahl Räume und Stockwerke sowie die Anzahl weiterer Netzwerkgeräte wie Drucker die Kosten und Planung.
Drucker im Netzwerk – Standarddrucker und Drucksteuerung
Ein häufiges Problem in Büroumgebungen mit mehreren Druckgeräten: Druckaufträge landen auf dem falschen Gerät.
Wenn Sie mehr als einen Drucker im Büro haben, können Sie den Hauptdrucker als sogenannten Standarddrucker definieren. Dieser wird normalerweise automatisch verwendet, solange Sie sich nicht explizit für ein anderes Gerät entscheiden. In den meisten Fällen ist eine geänderte IP-Adresse dafür verantwortlich, dass ein Netzwerkdrucker nicht gefunden wird. Die IP-Adresse der Geräte wird vom Router gelegentlich geändert. Wird dies nicht an den PC übermittelt, tritt der Fehler auf.
Damit solche Probleme im KMU-Alltag nicht wiederkehren, empfiehlt sich eine saubere Druckerkonfiguration mit festen IP-Adressen und zentral verwalteten Druckereinstellungen.
Netzwerk-Support und Managed Services für KMU
Netzwerk-Supporter übernehmen den Aufbau und die Wartung von Firmennetzwerken. Haben Sie in Ihrem KMU keinen internen Netzwerk-Spezialisten, können Sie ein externes IT-Unternehmen mit diesen Aufgaben beauftragen.1Zum Netzwerk-Support gehören folgende Kernaufgaben:
- Installation und Konfiguration von Servern
- Wartung und Unterhalt von Netzwerk-Installationen
- Erweiterung von Netzwerk-Installationen, z. B. für Homeoffice
- Support bei Problemen und Störungen
- Hard- und Software-Support vor Ort
- Viren- und Hackerschutz1Bei der Auslagerung der Netzwerkbetreuung werden häufig Service-Level-Agreements (SLA) erstellt, die vereinbarte Leistungen, Anforderungen an Sicherheit und Reporting sowie die Art und Dauer von Problembehebungen im Detail festlegen.
Netzwerksicherheit – Schutz vor Angriffen und Datenverlust
Netzwerksicherheit ist zu einer strategischen Herausforderung für alle Schweizer KMU geworden. Die Zahl der Cyberangriffe steigt rasant: Ransomware, Phishing und DDoS-Attacken bedrohen Unternehmen, die ausserdem die aktuellen Vorschriften des Datenschutzgesetzes (DSG) einhalten müssen.
Konkrete Massnahmen für ein sicheres KMU-Netzwerk umfassen:
- Firewall & Webfilterung: Wenn Bedrohungen bereits auf der Internetanbindung gefiltert werden, greift der Schutz deutlich früher – ohne zusätzliche Software auf jedem Arbeitsplatz.
- Gäste-WLAN: Ein separates Gäste-WLAN trennt den Besucherzugang vom internen Firmennetz und schützt sensible Daten.
- Datenhaltung in der Schweiz: Zertifizierte Schweizer Rechenzentren bieten redundante Infrastruktur, strenge physische Zugangskontrollen sowie ausgezeichnete Netzwerkkonnektivität.
WLAN im Büro – Planung und Dimensionierung
Beim Managed WLAN übernimmt ein Anbieter Installation, kundenspezifische Konfiguration, Service und Support. Managed WLAN lohnt sich, wenn die personellen Ressourcen im eigenen Betrieb fehlen, um die Aufgaben rund ums WLAN selbst zu übernehmen.1Bei der Planung sind folgende Faktoren entscheidend:
- Fläche und Hindernisse: Ein Access Point deckt etwa 150 m² in einem Gebäude – Bauart und Hindernisse können die Reichweite stark einschränken.
- Nutzertypen: Mitarbeitende mit freiem und Gäste mit eingeschränktem oder zeitlich begrenztem Zugriff lassen sich über separate Netzwerke steuern.
- Wachstum: Firmen im Wachstum müssen die zunehmende Zahl an Zugriffen einkalkulieren.
Häufige Fragen & Antworten
Die Verantwortung für das Risikomanagement und die Bereitstellung von Sicherheitsmassnahmen liegt bei der Geschäftsleitung – nicht allein bei der IT-Abteilung. Sie entscheidet, welche Restrisiken akzeptiert oder durch entsprechende Ressourcen weiter minimiert werden.
Ja. Die Zwei-Faktoren-Authentisierung wird ausdrücklich empfohlen, da sie auch dann schützt, wenn ein Passwort kompromittiert wurde. Zusätzlich sollte ein Passwortmanager eingesetzt werden, um für jede Anwendung ein eigenes, starkes Passwort zu verwenden.
Datensicherheit umfasst alle technischen und organisatorischen Massnahmen zum Schutz von Daten vor Verlust oder unbefugtem Zugriff. Datenschutz hingegen regelt die rechtmässige Bearbeitung von Personendaten gemäss dem Schweizer Datenschutzgesetz (DSG).
Massgeblich sind das Obligationenrecht (OR), das Schweizerische Strafgesetzbuch (StGB) sowie die Geschäftsbücherverordnung. Diese verlangen die Aufbewahrung der Geschäftskorrespondenz – einschliesslich E-Mails – über zehn Jahre in nachweislich integrer Form.
Sind Daten einmal durch Ransomware verschlüsselt, gibt es keine technische Möglichkeit, sie ohne den Schlüssel wiederherzustellen. Entscheidend ist ein aktuelles, isoliertes Backup – ein dauerhaft angeschlossenes Backup-Gerät kann ebenfalls verschlüsselt werden und bietet keinen ausreichenden Schutz.
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